Zukunft wird nicht geschenkt, sondern gestaltet

Zukunftsschmiede

Die Leute damals, in grauer Vorzeit, oder auch schon in der vorindustriellen Zeit – mein Gott, was waren die damals noch dumm. Abergläubisch, und die breiten Teile der Bevölkerung ungebildet und einfältig … denken leider viele heute. Bücher waren damals kostbar, und standen den breiten Massen nicht zur Verfügung. Was hätten sie diesen auch genutzt, lesen konnten eh nur wenige. Aber waren die Leute damals deswegen dumm?

Wir speichern unser Wissen heute auf elektronischen Datenträgern, mögen es bequem – am besten noch wenn uns jemand dieses Wissen mit angenehmer Stimme vorliest. Sind wir wirklich klüger als unsere Vorfahren? Ich meine, was wird sein wenn irgendwann der Strom ausfällt, oder einige EMP Stöße die Architektur unserer EDV unbrauchbar machen? Was wenn die Festplatten crashen und unser gesammeltes, digitales Wissen im Eimer ist?

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Irgendwo ist es ja traurig mit uns Menschen. Einer erfindet, oder entdeckt etwas, und dann wird es genutzt. Zwischendurch vielleicht optimiert, aber kaum verändert. Und wenn es etwas funktioniert, dann sollte man es nicht hinterfragen. Ich denke da gerade an das alte Äthermodell der alten Physik. Klar, wir wissen heute dass wir uns mit unserem Planeten nicht durch irgendeine obskure Suppe bewegen. Da ist Vakuum, und fertig. Da hat das alte Äthermodell eben völlig ausgedient…

Da werden dann eben Theorien bevorzugt die zwar nicht wirklich funktionieren, bzw. für die es genug Gegenbeweise gibt, aber mit etwas „gutem Willen“ lassen sich auch andere Ergebnisse so zurecht biegen, dass sie auf diese Modelle passen. Man darf ja nicht gegen die modernen Apostel des neuen Glaubens sprechen. Naja, mir geht es offen gestanden am Popo vorbei, da ich weder zur Riege der besonders gebildeten, noch der Träger der neuen Adelstitel zähle.

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Ständig online, an jedem Ort der Welt jederzeit erreichbar sein, Wissen beständig abrufbar und wenn die eigentliche Welt nicht genügt, dann gibt es genug Apps und Funktionen welche uns fiktive Monster oder Informationen auf den Bildschirm liefern. Mittlerweile auch in 3D und Echtzeit. Die Wirklichkeit und die virtuelle Welt verschwimmen immer mehr. Und die Leute die diese Funktionen nutzen? Naja, sie nutzen sie eben. Inkl. aller Werbeeinblendungen. Denn darauf kommt es letzten Endes an: Gewinn!

Auf diesen Geräten entwicken? Eher nicht möglich, dafür braucht man richtige Computer. Aber dort sinken die Verkaufszahlen. Naja, verständlich. Es reicht ja nicht nur den Rechner zu kaufen, man braucht auch noch einen Monitor, Tastatur sowie weitere Peripherie. Das kostet alles, und einfach einpacken und mitschleppen? Geht nicht. Man ist dabei Online, wenn man vor dem Gerät sitzt. Klar, es gibt Laptops, aber seien wir ehrlich: Wie lange laufen die Akkus da? Komisch, die haben größere Akkus als Tablets und Smartphones, man müsste da eigentlich was machen können, aber man will es nicht. Man will dass die Leute mobile Devices nutzen! Und sozial? Wer nicht bei Wahtsapp, Facebook, Twitter und Co. ist, der ist quasi ausgeschlossen.

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Wir lernen, und den Erfolg des Lernens sehen wir daran wie wir benotet werden. Und gute Noten gibt es wann? Richtig, dann wenn wir möglichst exakt wiederholen was der Lehrer vorgekaut hat, oder der Arbeitgeber von uns erwartet. Weicht man davon ab, dann ist man ein Spinner, ein Freak und Außenseiter und tickt doch sowieso nicht ganz richtig im Oberstübchen.

Wir lernen, ja, besonders alles blind und glaubend nachzuplappern. Eigenes Denken lernen? Die gelernten Dinge miteinander zu verbinden und so auf Neue Sachen zu stoßen? Das ist nicht noch nie besonders up to Date gewesen. Wenn es dann trotzdem einmal jemand wagte, dann wurde er entweder als Genie gelobt, oder als Ketzer gebrandmarkt.

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Dinge beginnen, wenn sie vom Menschen geschaffen werden, mit Gedanken. Gedanken bleiben erhalten wenn man sie aufschreibt – deswegen hat der Mensch irgendwann auch die Schrift erfunden, eben um Gedankengänge, Vorstellungen und Ideen zu konservieren.

Persönlich bin ich davon überzeugt dass diese Tage nicht die Tage der Erfinder und Tüftler sind. Alte Ideen werden aufgewärmt, bestehendes verändert, aber Neues entdeckt? Naja, ich weiß nicht wie es den Leuten da draußen geht, aber wenn ich heute in den Google News Beiträge aus den Bereichen Wissen & Technik lese, dann dreht sich da vieles um die neuesten Spiele und Spieleplattformen.

Gelegentlich ist mal ein Beitrag über einen potentiellen Exoplaneten darunter, und die „Experten“ streiten sich dann gerne über extraterrestrisches Leben, sprich Außerirdische, oder wie dereinst unsere Kolonien auf anderen Planeten aussehen mögen…

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Randnotizen

Die, die behaupten dass sie wüssten wie etwas funktioniert, sind die Schlimmsten. Denn sie zeigen eigentlich nur eines: Das sie vergessen haben die Dinge zu hinterfragen. Und wer nicht mehr fragt, der entdeckt auch nichts Neues…

— Ingo Jäckels
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