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Metapher

Gedankenmalerei…

Wenn ich die Augen schließe, dann habe ich Flügel und ich spüre wie der Wind durch dass Gefieder fährt, während ich über die Welt meiner Träume fliege. Unter mir erstrecken sich Gebirge. Auf diesen Gebirgen ruhen Wälder, Bäume zwischen deren Blättern sich golden die Sonne bricht, und in den den Tälern fließen Flüsse, in denen schillernd dass Leben tummelt.

Wenn ich die Augen schließe, dann bin ich an einem Ort, der keine Industrie, keine Zwänge, und keine Not kennt. Einzig Magie hält ihn am Leben, und in ihm lebt die Magie.Hier kann ich sein, wer ich auch immer sein will: Robin Hood, der mit seinen Gefährten durch die Wälder streift. Der ewig junge Peter Pan auf der Suche nach seiner Tinkerbell. Ein Comte aus der Zeit der Renaissance, der auf seinem Pferd einen Ausritt wagt.

Wenn ich die Augen schließe, dann bin ich in einer Welt, die weder Grenzen noch Regeln kennt, in der es zwar Gefährliche Situationen gibt, die aber niemals wirklich bedrohlich werden. Dort bin ich ein Held, ein Abenteurer und Forscher. Dort, tief in meinem Herzen, bin ich zu Hause und geborgen…

In dieser Welt sind auch andere unterwegs: Der blaue Soldat, der so gerne nach Hause will. Die schwarze, nach Rauch riechende Lady, welche die Herrin über dass große Haus mit den vielen anderen Frauen ist. Das traurige Mädchen mit den nassen Haaren, die den Mond liebt, und die gerne vergisst und die dennoch nie vergessen wird. Die Prinzessin mit der fahlen Haut, und dem schiefen Kopf, und der dürre Mann mit dem ewigen Grinsen, welches sich in tiefen Streifen über sein Gesicht zieht, der zu viel geredet hatte, und der heute lieber schweigt…

In dieser Welt trifft die Dunkelheit auf dass Licht, und ich sehe in beiden Seiten ihre jeweilige Schönheit. Wer will sagen, Licht ist gut, wenn er dass Dunkel nicht kennt? Wer will verurteilen, wenn jemand ist, wie er ist, ohne zu wissen was ihn formte und ihn entweder zu Licht, oder Schatten werden ließ?

In dieser Welt scheinen die Herzen dunkler, je heller der Tag ist. Aber nur auf den ersten Blick, und wenn man nicht in der Lage ist, in diese Herzen zu blicken! Das Licht dieser Welt schält Nuancen heraus, die nur dem offensichtlich werden, der mit anderen Augen sieht.

Entsetzlich! Ja, dass sind sie vielleicht. Sie schützen mit ihrer Dunkelheit, und ihr Schrecken, den sie lachend in die Nacht und Träume tragen. Sie sind die Meister eines Tanzes, der im Wahnsinn mündet, aber auch die Meister darin, zu zeigen dass es nicht so schlimm ist. Sie sind Wächter, geboren aus Schatten, um das Licht zu schützen.

Als ich klein war, und die Augen schloss, da waren es einfach nur seltsame Fremde, die mir Angst machten, die versuchten mich zurückzudrängen, aus ihrer Welt herauszuhalten. Aber sie waren niemals so bedrohlich wie die, die unter uns sind. Heute sind sie die Freunde, die mich nie hintergehen werden, und deren Rat mir so teuer ist. Und alles was ich tun muss um sie zu sehen, ist die Augen zu schließen, und mich einen Moment lang fallen zu lassen…

Vielleicht bin ich ein Monster, da Monster meine Freunde sind – oder aber ich bin ein Mensch, der gemeinsam mit anderen Menschen einen Schutz gegen eine Welt voller Monster sucht. Was macht eine Kreatur eigentlich zu einem Monster? Ist es dass Äußere, oder Etwas, was aus dem Inneren kommt? Wenn es Letzteres ist, dann gibt es wunderschöne Bestien, und herzensgute Monster…

Wenn ich meine Augen schließe, dann fliege ich über eine Welt voller Licht und Leben. Dann rieche ich die würzige Luft eines atmenden Waldes, höre dass Plätschern eines Flusses und spüre die Liebe jener, die selbst dass Kleinste achten. Wenn ich die Augen öffne, blicke ich hingegen auf Häuserwände und nackte Straßen, und sehe die Angst in den Augen der anderen Menschen, und ich frage mich, welche Monster mögen sie wohl fürchten: Die, die ihnen begegnen wenn sie die Augen schließen, oder jene, die da sind, wenn sie die Augen öffnen?

Reiche Männer, mächtige Männer und ein armer Narr…

Es traffen sich einst, drei hohe und reiche Herren, zu einem Essen. Sie wollten herausfinden wer von ihnen der Mächtigste Mann auf Erden sei! Der eine war Führer eines Landes, verfügte über die größte Armee, hatte die reichste Staatskasse und man fürchtete ihn überall. Der Zweite, das war ein Fuchs – ein Unternehmertyp. Weltweit tausende von Angestellten, die ihn – wenn es sein musste – jeden Wunsch von den Lippen laßen. Und der Dritte? Naja, oberster Kopf der größten Bank der Welt. Er kaufte sich Yachten und Autos, wenn er sie brauchte, und ließ sie stehen, wenn er sie nicht mehr brauchte. Geld? Das war für ihn so gewöhnlich, wie für die meisten Menschen dass Lufholen…

Da saßen sie, die reichen Herren – abgeschottet in ihrer Etage, umzingelt von Leibwächtern, Hundertschaften von Polizei und Spezialkräften, und aßen, und redeten. Redeten darüber welches Gewicht ihr Wort doch je hatte, was sie sich leisten konnten, dass die Gesetze für sie nicht galten, und redeten, und redeten…

Draußen indes waren Hunderte auf der Straße. Klagten gegen bittere Armut, gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Kurz, sie klagten gegen die drei Herren, alleine in ihrer Etage, geschützt von Hunderten, da sie wussten dass sie ganz alleine, verloren wären…

So stand ich da, als kleiner Narr, warf meine Bälle in die Luft, machte meinen Blödsinn, und sah herüber, zu Demonstranten, ängstlich dreinschauenden Polizisten in schwerer Montur, und hinauf zur Etage, wo drei sich stritten, wer der Mächtigste von ihnen sei. Und um mich herum? Viele lachende Gesichter – Demonstranten und Polizisten gleichermaßen – von welchen keiner mir was übles wollte. Ich musste sie nicht kaufen, sie kamen gerne. Ich musste sie auch nicht bedrohen, denn es machte ihnen Spaß mir dabei zuzusehen, wie ich meine Bälle tanzen ließ, bunt und hüpfend, im Schein der Sonne!

So bedeutungslos, und doch so schillernd…

Ein Narr bin ich, doch bin ich nicht Narr genug zu glauben dass man Macht erkaufen kann…

Die Reise

Auf Reisen

Mit Booten überquert man Gewässer - landet an fremden Ufern und sammelt neue Erfahrungen...

Am Anfang einer Reise, da blickst du nach vorne – das Ziel vor Augen und Hoffnung im Herzen. Immer dem Ziel entgegen strebst du nach Vorne und der Wind bläst dir ins Gesicht. Deine Heimat? Sie langweilt dich, denn du kennst sie ja schon, also sehnst du dich nach neuen Gestaden. Du brichst auf, und lässt sie zurück: Die Menschen die dir vertraut sind, die Lieder die sie mit dir sangen, die Gerüche, die Sprache, das Gras unter deinen Füßen und die vertrauten Sterne am Himmel – du bist offen für dass Neue und dein Schiff legt ab…

In der Mitte deiner Reise, da schaust du dich manchmal um. Erinnerst dich an den Hafen den du vor langer Zeit verlassen hast. Auf deinen Wegen triffst du andere Reisende – Persönlichkeiten die dir helfen, oder die dich behindern. Manche gehen mit dir, die einen weit, die anderen nur kurz. Du gehst über fremde Straßen, schläfst unter fremden Sternen und in der Nacht, da träumst du von Zuhause, und keinen stört es, wenn du im Schlaf leise wimmerst, denn in fremden Häfen traut man dir, dem Eindringling nicht…

Vor dem Ende deiner Reise, da denkst du zurück. Die Gerüche und Lieder, die Menschen welche dir eine Heimat gaben und die Liebe die sie dir schenkten, und du erkennst; Deine Heimat ist immer dort gewesen, wo dein Herz war…

Am Ende deiner Reise, da ists der letzte Gedanke der dich an deine Heimat denken lässt – ein letzter, mühsamer Schlag deines Herzens, der dir flüstert “Gleich!“, und der letzte Atem der dir entweicht, trägt dich mit dem Wind fort. Nach Hause, zurück in deine Heimat…

Arme Lichtarbeiter…

Immer wieder sehe ich, wie es Leute gibt die einerseits sagen sie kämpften für die Liebe, sind Streiter des Lichts, inkarnierte Engel und Boten der hehren Kräfte – und auf der anderen Seite? Da ists andere Geschlecht dann stets die Wurzel allen Übels, vielleicht auch die Blindheit der Menschen. Jeder der einem begegnet wirkt falsch und verlogen, und nur man selbst – als glänzende Lichtgestalt – sitzt auf einem kleinen Eiland der Liebe und des Verständnisses…

Wie schön könnte alles sein, würde doch nur jemand den Blick heben und jenen Glanz sehen, den man bei sich selbst entdeckt! Vielleicht auch dafür bezahlen? Aber was erwartet man schon in einer Welt, die man sich geschaffen hat und in der es vor Bosheit und Falschheit nur so wimmelt?

Traurige Ironie? Sie rufen Licht, und laufen voller Begeisterung in die Dunkelheit…

Ich bin nicht frei von Fehlern, wäre ich es, wäre ich kein Mensch und würde nicht hier sein. Aber mir ist eines klar: Wenn mich die Blindheit meiner Mitmenschen stört, dann kann ich darüber klagen, und es bedauern dass ich so wenig Verstanden werde, oder ihnen ein Licht reichen, damit sie besser sehen und selbst verstehen…

Auf der Reise…

Auf Reise

Was kommt, was geht? Auf einer Reise ist dies nicht immer klar...

Die Segel wurden lange gesetzt und eine Reise begann – ein Schiff welches mit dem Wind geht, treibt über einen unwahrscheinlich großen Ozean. Irgendwann ging während der Reise der Kompass zu Bruch und der Steuermann ist erblindet.

Keine Sterne die den Weg weisen durch die dunklen Gewässer, und eine Mannschaft welche die Hoffnung auf neue Gestaden lange verloren hat. Den Kaptain? Den holte sich vor vergessenen Zeiten die Skorbut…

Es treibt dahin, das Schiff, auf der blinden Suche nach Land, nach Ufern und festem Boden – ein Schiff ohne Hoffnung, ist wie ein Geisterschiff. Verloren zwischen den großen Kontinenten treibt es in Stürmen und grauen Wellen, die da heissen Glaube, Hoffnung, Irrung, Liebe und Angst.

Der Name des Schiffs?

Manchmal heissts Leben…