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Menschlichkeit

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Vision of Life – Ein Seminar für mehr Lebensfreude?

Vision of Life - Das Seminar

Claudia Ruhnau & Harry Sher präsentieren: Vision of Life

Diesen Artikel hatte ich ursprünglich für mein Projekt okkultika.com geschrieben, aber da ich die Dinge, hinter denen ich stehe, und die Menschen von denen ich überzeugt bin, auch präsentiere und bewerbe … nun, hier mein Bericht über ein Seminar, auf welchem ich vor einigen Tagen war, und welches bereits jetzt merkliche Veränderungen in meinem Leben gebracht hat. Ich kann nur Danke sagen… :)

Vision of Life“? Die ersten Gedanken, als ich davon las, waren: Was ist das? Ein weiteres Seminar in welchem man lernt wie man Karten legt, die Welt optimistischer sieht, und für ein paar Tage mit einem Grinsen im Gesicht durch die Gegend läuft? Ein weiteres Treffen ehemaliger Waldorf-Schüler, bei dem Erdbeertee aus gewaltfrei geernteten Früchten serviert würde?

Vision of Life – Die Vision des Lebens! Was mich bewog dennoch als Gast dieses Seminar zu besuchen, waren in erster Linie zwei Namen denen ich vertraue, bzw. deren Tätigkeit in meinen Augen durchaus auch kritische Auseinandersetzung mit Themen beinhaltet, mit welchen ich ebenfalls – zwangsläufig – sehr viel zu tun habe: Claudia Ruhnau, und Harry Sher…

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Winter 1916

Erster Weltkrieg - ausgebrannte Dörfer...

Im erstem Weltkrieg glichen die Ortschaften den Seelen der Menschen: Ausgebrannt und verwüstet...

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Frühlingsboten – warum warten?

Ein Lauf durch unsere Städte, ist wie ein Lauf durch den Wald – viele schweigende Bäume umgeben einen. Hochgewachsene, dicht belaubte Giganten welche dir dass Gefühl von Kleinheit und Bedeutungslosigkeit vermitteln. Du gehst an ihren Stämmen vorbei und denkst dir du seist verloren…

In unseren Städten, da sind die Menschen wie Blumen – sie warten am Boden auf einen Sonnenstrahl, der ihre Herzen zum Blühen bringt, nur dass die Bäume keine Sonne mehr durchlassen…

Gesetze, Verordnungen, Ängste, Vorurteile, Neid – all dies sind die Bäume mit ihrem dichten Laub. Sie verdunkeln den Himmel, verhindern dass die Saat aufgeht. Eine Saat, die auf den Frühling wartet. Und der Frühling? Der kann ein Jeder von uns sein. Sprich mit den Worten die dein Herz dir flüstert, und die wirst sehen wie Blüten sprießen, und Knospen sich öffnen…

Arme Lichtarbeiter…

Immer wieder sehe ich, wie es Leute gibt die einerseits sagen sie kämpften für die Liebe, sind Streiter des Lichts, inkarnierte Engel und Boten der hehren Kräfte – und auf der anderen Seite? Da ists andere Geschlecht dann stets die Wurzel allen Übels, vielleicht auch die Blindheit der Menschen. Jeder der einem begegnet wirkt falsch und verlogen, und nur man selbst – als glänzende Lichtgestalt – sitzt auf einem kleinen Eiland der Liebe und des Verständnisses…

Wie schön könnte alles sein, würde doch nur jemand den Blick heben und jenen Glanz sehen, den man bei sich selbst entdeckt! Vielleicht auch dafür bezahlen? Aber was erwartet man schon in einer Welt, die man sich geschaffen hat und in der es vor Bosheit und Falschheit nur so wimmelt?

Traurige Ironie? Sie rufen Licht, und laufen voller Begeisterung in die Dunkelheit…

Ich bin nicht frei von Fehlern, wäre ich es, wäre ich kein Mensch und würde nicht hier sein. Aber mir ist eines klar: Wenn mich die Blindheit meiner Mitmenschen stört, dann kann ich darüber klagen, und es bedauern dass ich so wenig Verstanden werde, oder ihnen ein Licht reichen, damit sie besser sehen und selbst verstehen…

Be cool…

Der Coole, der, der jede Puppe bekommt. Der, zu dem man aufschaut, weil er so hoch über den Dingen steht. Die Sonnenbrille unter den gestylten Haaren, keine Regung im wächsernen, gebräunten Gesicht. Bettelt um seiner Majestät holde Aufmerksamkeit! Kniet nieder und betet an den Gott unter vielen Göttern. Kopien und Serienfertigungen einer coolen – kalten – Weltsicht!

Ich bin nicht cool, noch nicht! Mein Herz pumpt mein Blut durch meine Adern, und es ist heisses Blut. Meine Augen weinen wenn Kinder leiden und Grausamkeiten geschehen und meine Gedanken kann ich nicht abschalten, wenn ich sehe dass etwas besser sein könnte – ebensowenig wie meinen Mund, oder meine Finger, die gerade diese Zeilen schreiben.

Nein. Ich bin ein Mensch, und wer mir begegnen will, der sollte dies der Fairness-halber auch als Mensch tun, nicht als coole Gottheit die über den Dingen steht. Denn ich habe die schlimme Angewohnheit mich echten Göttern nicht zu beugen, geschweige denn jenen, die ihre eigene Angst hinter Kälte verbergen.

Schaut euch eure Idole an – diese Coolen, die Unnahbaren, die … Einsamen deren Tränen man nicht sieht, weil sie diese alleine in ihrer dunklen Kälte weinen!

Wollt ihr wirklich so sein, oder lieber doch dass Feuer und die Leidenschaft in euren Herzen spüren, dem lodernden Pfad des Lebens folgen?

Die zwei Seiten einer Münze

Geh doch mal raus – in die Reale Welt. Hab da draußen deinen Spaß!“ – Wenn ich derartige Aussagen höre, oder lese, frage ich mich stets: „Was ist dass, diese ‘Reale’ Welt?“. Klar, meinen Hunger kann ich nicht im Netz stillen, ebenso sind mir die Eindrücke aus der Natur lieber als aus Fotografien, oder Audio-Aufzeichnungen. Aber was ist diese Realität? Der oben genannte Satz wird ja gerne in Bezug auf die zwischenmenschlichen Kontakte genutzt, und wo ist dort die Realität?

Ein Herr, distinguiert und gepflegt von der Erscheinung, in der Realität da draußen ist er vielleicht ein Vertreter, Handelsreisender, Kaufmann, oder was auch immer. Eine konservative, langweilige Erscheinung. Im Netz? Da ist er Günther64 – rein fiktiv natürlich – und jemand der es nur dort wagt über seine Wünsche und Neigungen zu sprechen. Oder die brave Mutter aus meiner Straße – unscheinbar, graue Maus mit Potential, aber eben bieder. Im Netz? Da schreibt sie heisse Geschichten, oder textet Gedichte voller Sehnsucht und Verlangen…

Realität – ist es die Erscheinung des Menschen, so wie er denkt dass die Gesellschaft ihn will. Oder sind es jene Aspekte, die er nur in der immer geringer werdenden Anonymität des Netzes auszuleben wagt?

Die Realität, so wie ich sie sehe, besteht darin dass sie nicht existiert – weil die Welt für die Meisten aus aus zwei Aspekten, zwei voneinander getrennten Seiten eines Ganzen besteht. Dem was sie sein wollen, und dem, was sie zu sein scheinen…

Also verschont mich mit abstrakten Forderungen die in der „Realität“ verpönt werden…

Du, Ich und der Andere…

Wir leben in einem Paradies, und lernten die Hölle darin zu sehen – aber warum? Ich bin der Meinung einer der Gründe liegt darin, dass wir es uns als Menschen oftmals selbst zu schwer machen. Ich greife meine eigene Erfahrung, und dass, was ich beobachten konnte, zurück. Viele Jahre spielte ich Rollen, setzte mir Masken auf und war im Grunde genommen weit davon entfernt ich selbst zu sein. Ich war alles Mögliche, von dem ich dachte dass es willkommen sei, nur ich selbst? Das war ich, wenn niemand hinschaute, in jenen Momenten da ich um meines Unglücks weinte…

Es bedurfte 26 Jahre der sozialen Isolation und eines Herzinfarktes damit ich begann die Situation ernsthaft zu überdenken. Darüber nachzudenken warum ich unglücklich war. Heute sage ich mir, ich spielte zu oft Rollen – wollte einer anonymen Gesellschaft gefallen, von welcher ich doch niemals ein Teil war. Was also hindert mich wirklich daran ich selbst zu sein?

Klar, ich könnte mir sagen dass meine Offenheit meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt minimiert. Aber ehrlich – welche Chancen habe ich? Keine Ausbildung, dass meiste meines Wissens und meiner Fähigkeiten autodidaktisch gelernt, nichts was ich nachweisen könnte! Chancen, die habe ich nicht, wenn ich mich hier wieder in eine Rolle zwängen lasse, die letztlich keiner von mir verlangt.

Also kann ich auch ich selbst sein. Denn damit habe ich eine Chance – da draußen sind so viele Menschen, so viele Persönlichkeiten die vielleicht nach mir suchen – inklusive all meiner vermeintlichen Schwächen und Stärken. Aber wie sollten sie mich finden, wenn ich jemand anderes bin?

Falls es dir auch so geht, dann frage dich doch einfach einmal was du zu verlieren hast, wenn du deine Rolle ablegst, und einfach nur du bist?

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