Silentwoods Mystery-Blog

Zugang zur Welt der Mysterien und Geheimnise

Tag: Leben

Stadtvergnügen – Etwas über das Grauen

Heute Morgen fiel mir eine kleine Kirmes auf; die Fahrgeschäfte waren noch außer Betrieb und warteten auf die ersten Fahrgäste und auf staundende Kinderaugen. Die Planen und Bauteile sahen – so ganz ohne hektisch flackerndes Licht – schmuddelig, ja sogar ein wenig abstoßend aus. Vielleicht lag es auch daran das es regnete und das Grau des Tages seinen Teil dazu beitrug den Glanz jener Träume aus Plastik, Stahl, Drähten und Glühbirnen zu minimieren. weiterlesen… »

Die Alte Dame – Unvergessener Moment…

Als ich ein Kind war starb in unserer Nachbarschaft eine ältere Dame die, wie ich heute weis, keine Verwandten mehr hatte. Ihr Mann starb im Krieg, ihre Kinder an Krankheit und Unfällen. Es gab niemanden der sich um ihren Nachlass gekümmert hätte oder der einen Anspruch darauf erhoben hätte. Irgendwann kamen die Leute der Stadt um ihre Wohnung auszuräumen. Sie trennten dabei das wiederverkäufliche von den für sie wertlosen Gegenständen. Was sie wieder zu Geld machen konnten wurde in einen Transporter geladen das andere auf einen Haufen vor dem Haus zusammengetragen… weiterlesen… »

Herbst. Und der Winter bleibt fern…

Ich blicke in die Gesichter, sehe in den Spiegeln der Seelen Sehnsüchte und Ängste – zarte Knospen unausgesprochener Wünsche welche sich bleiern auf das Gemüt des jeweiligen Trägers legen. Wünsche welche sich in Verlangen verwandeln können und die Angst vor Verletzung, das der Schmetterling Flügel aus Klingen bereithalten und das schöne Gesicht der Hoffnung zerschneiden könnte… weiterlesen… »

Uhrwerk Leben

Beim beobachten einer Uhr, kam mir in den Sinn, wie der Mensch so durch das Leben geht. Den Blick immer auf die Uhr gerichtet, Sklave seiner Erfindungen – heute oft unfähig Pause zu machen, sich zu besinnen. Die Zeit fließt nicht mehr, sie dreht sich im Kreise. Alltägliches Einerlei, geschaffen Wünsche und Träume zu hegen, verhindert das wir diese Träume auch mal Leben. Der Zeiger bewegt sich, eine simple Mechanik die ihn treibt. Es klickt und tickt – Geräusche des vorbeirauschenden Lebens…

Tick Tack – die Zeit verrinnt
Tick Tack – Mann wird wieder Kind
Tick Tack – Asche wird zu Staub
und von den Bäumen fällt totes Laub

Tick Tack – des Lebens Lauf
Tick Tack – ihn hält keiner auf
Tick Tack – willkommen zur Fahrt
mal Lustig doch auch mal hart

Tick Tack – so gehen die Stunden
Tick Tack – Zeiger drehen Runden
Tick Tack – der Kreis aus Leben
wird keine Fehler vergeben

Tick Tack – So Stund um Stund
Tick Tack – Kreisgefangen, immer Rund
Tick Tack – das Echo im Dunkeln
Hörst du die Geister munkeln?

Tick Tack – der Kreis wird Enger
Tick Tack – es naht ein dunkler Fänger
Tick – er hat die Sense dir geschliffen
das Tack, das hat er sich gegriffen

Der Alte

Vor langer Zeit, in welcher die alten Legenden noch lebendig waren, lebte in einer heute unbekannten und vergessenen Stadt ein alter Mann. Er war einsam und hatte niemandem mit dem er Reden konnte, dem er seine Sorgen oder Wünsche anvertrauen wollte. Die Jugend hatte andere Dinge im Kopf, verlangte danach eigene Fehler zu machen und Erfahrungen zu sammeln. Seine Söhne waren fort, in die Welt gezogen auf der Suche nach Ruhm, Reichtum und Liebe. Der Alte war alleine, und so saß er jeden Abend auf dem Dach seines kleinen Hauses, schaute Tagsüber in die Bereiche der Stadt, welche er von dort einsehen konnte, und blickte Abends in den Sternübersäten Himmel, gefangen in sentimentaler Erinnerung: Honigsüß und bitter zugleich, denn was ist die süßeste Erinnerung wert, wenn man sie mit niemandem teilen kann? Schätze mögen Macht verleihen, aber auch nur dann, wenn es andere gibt die den Wert eines Schatzes zu würdigen wissen. So ist es auch mit den Erfahrungen eines Lebens… weiterlesen… »

Die Katze – Lebenslichter

Ich öffne das Fenster, nehme einen tiefen Zug dieses Wintermorgens in mich auf und spüre – nicht ganz ohne ein gewisses wohliges Empfinden, wie die kalte Luft über meine nackte Brust streift. Anderen wäre ein solcher Moment wahrscheinlich zu kalt, aber ich bin einer jener Wahnsinnigen die das Fenster erst schließen wenn das Thermometer zehn Grad Minus anzeigt. Dann erst beginnt für mich der eigentliche Winter. Den Kaffee in der einen Hand, die Zigarette in der anderen Hand stehe ich und schaue auf den kleinen Hinterhof, es dauert nicht lange und die kleine Katze, welche mich auf Schritt und Tritt verfolgt, steht neben mir und kuschelt sich an meine Seite. weiterlesen… »

Erinnerungen – Segen der Vergesslichkeit

Meine ersten bewussten Erinnerungen beginnen an einer kleinen Straße, neben einem Bahndamm in Köln. Es ist Herbst und ich schaue aus meinem Kinderwagen in die Gesichter meiner Mutter und meines Bruders. Ein unspektakuläres Bild, auf der Rechten Seite der Bahndamm, bewachsen mit wilden Himbeersträuchern, auf der Linken die Straße in welcher wir wohnten, über dem kleinen Ausschnitt der Welt den der Kinderwagen – einer mit dunkelblauen Kordbezug und einem albernem, weißem Innenstoff mit kleinen blauen Bären darauf – mir liefert, sehe ich einen Himmel der an einigen Stellen mit Grau durchzogen ist. Ein nahender Regen, was ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht einordnen konnte. weiterlesen… »

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