Silentwoods Mystery-Blog

Zugang zur Welt der Mysterien und Geheimnise

Tag: Gesellschaft

Robert Enke, Winnenden und die Gesellschaft

Mitunter frage ich mich ja doch immer wieder – was ist nur mit unserer Gesellschaft los? Seitdem vor einigen Tagen der Fußballer Robert Enke Selbstmord beging, tat mir dies Leid – wie es mir für jedes Leben Leid tun würde. Mir tun die Angehörigen Leid, denn ich weiß wie es ist Menschen zu verlieren. Aber es war seine eigene Entscheidung, auch wenn dies hart klingen mag. Heute sind immer noch Bilder und Kommentare in den Nachrichten zu sehen. Unter anderem auch eines welches mich an die Gleichheit in unserer Gesellschaft denken lässt: hunderte Totenlichter die vor einem Stadion aufgebaut waren, „Trauerbekundungen“ und sonstiges, was man immer bei derartigen Szenen sieht. Mir kommt es manchmal vor als wäre es eine Art „Trauertourismus“ der in unserer Zeit ausgelebt wird… weiterlesen… »

Stadtvergnügen – Etwas über das Grauen

Heute Morgen fiel mir eine kleine Kirmes auf; die Fahrgeschäfte waren noch außer Betrieb und warteten auf die ersten Fahrgäste und auf staundende Kinderaugen. Die Planen und Bauteile sahen – so ganz ohne hektisch flackerndes Licht – schmuddelig, ja sogar ein wenig abstoßend aus. Vielleicht lag es auch daran das es regnete und das Grau des Tages seinen Teil dazu beitrug den Glanz jener Träume aus Plastik, Stahl, Drähten und Glühbirnen zu minimieren. weiterlesen… »

Was ist eigentlich Erfolg?

Aus der Werbung klingen mir immer noch die Worte – oder Werte – “Mein Haus, Mein Auto, Mein Pferd, Meine Frau” in den Ohren, aber ist das wirklich Erfolg der Zufriedenheit erzeugt? Immerhin, ich denke Erfolg bemisst sich an Zufriedenheit. In einem früheren Job hatte ich die Gelegenheit dieser Art des Erfolges nachzuhängen. Damals verdiente ich gut und gerne dreitausend Euro Netto im Monat, aber war ich zufrieden? Dreitausend, eine Menge Holz, aber irgendwo auch wertlos wenn du dafür kein Zeit mehr zum Leben hast und nach vier Jahren mit einem Kreislaufkollaps auf der Nase liegst… weiterlesen… »

Das Monster

Wahre Schönheit kommt von Innen – er verabscheute diesen Spruch, denn es war die größte Lüge die ihm im Leben begegnete. Er konnte mit Worten umgehen, mit ihnen jonglieren wie kaum jemand anderer. Er half den Menschen, machte ihnen Mut und schenkte ihnen den Blick auf ihre Herzen, doch den Blick in sein Herz, den wollte niemand wagen, denn das was die meisten dort sahen, gefiel ihnen nicht. Er war das Monstrum, die Randerscheinung, die Kreatur die man verspotten und verjagen konnte, das Ding welches eine Schuld trug die es sich nicht aussuchen konnte. weiterlesen… »

Nacht der Ratten

Häuserwände umgeben mich und gelegentlich höre ich leise Geräusche aus den Wohnungen dringen: Fetzen eines Streitgespräches dringen an mein Ohr. Eine Frau die hysterisch auf ihren Mann einschreit, ein Kleinkind welches weint, lustvolles Stöhnen – Nicht immer ist der Jäger auf der Suche nach Wärme, manchmal auch auf der Jagd nach Impressionen, nach den Geräuschen und Gerüchen der Nacht. Eine eigene, den meisten verborgene Realität. Rascheln am Boden, kleine glänzende Augen schauen mich schlau aus dem Dunkeln an, wollen mir sagen “Mach’s wie ich Mensch, versteck dich!“: Eine Ratte sucht nach Nahrung – Poltern, die Augen des Nagers wenden sich in einer Flucht ab. Auch eine Katze sucht in dieser Nacht nach Nahrung. Es ist Nacht und es sind viele Ratten unterwegs… weiterlesen… »

Wege aus der Unschuld – Eine deutsche Kindheit heute…

Als Kind war die Welt noch anders – da warteten hinter Sträuchern und Hecken Feen und Kobolde auf mich und in Bächen und Quellen tummelten sich Nymphen. Der Frühling hatte immer eine Art Magie mitgebracht, der Sommer bedeutete Spaß und Lachen und im Winter, da wartete ich voller Ungeduld auf den ersten Schnee – Im Spiel zog ich mir hin und wieder kleine Wunden zu, aber diese waren meistens schnell vergessen wenn Mutter sich darum kümmerte. Die Magie und den Zauber dieser Zeit, all die Geheimnisse die es zu entdecken gab – ein kleiner Abenteurer der die Welt entdeckt, immer in der Gewissheit das dass Böse am Ende doch besiegt wird. Stundenlang konnte ich durch die Gegend laufen, beschäftigt mit all diesen kleinen Besonderheiten und immer auf der Suche nach einem weiterem Abenteuer. Und wenn ich Abends müde war – wir hatten genug Bücher – gab es weitere kleine Welten in welche ich nach Lust und Laune reisen konnte… weiterlesen… »

Erinnerungen – Segen der Vergesslichkeit

Meine ersten bewussten Erinnerungen beginnen an einer kleinen Straße, neben einem Bahndamm in Köln. Es ist Herbst und ich schaue aus meinem Kinderwagen in die Gesichter meiner Mutter und meines Bruders. Ein unspektakuläres Bild, auf der Rechten Seite der Bahndamm, bewachsen mit wilden Himbeersträuchern, auf der Linken die Straße in welcher wir wohnten, über dem kleinen Ausschnitt der Welt den der Kinderwagen – einer mit dunkelblauen Kordbezug und einem albernem, weißem Innenstoff mit kleinen blauen Bären darauf – mir liefert, sehe ich einen Himmel der an einigen Stellen mit Grau durchzogen ist. Ein nahender Regen, was ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht einordnen konnte. weiterlesen… »

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