Gesellschaft

Reiche Männer, mächtige Männer und ein armer Narr…

Es traffen sich einst, drei hohe und reiche Herren, zu einem Essen. Sie wollten herausfinden wer von ihnen der Mächtigste Mann auf Erden sei! Der eine war Führer eines Landes, verfügte über die größte Armee, hatte die reichste Staatskasse und man fürchtete ihn überall. Der Zweite, das war ein Fuchs – ein Unternehmertyp. Weltweit tausende von Angestellten, die ihn – wenn es sein musste – jeden Wunsch von den Lippen laßen. Und der Dritte? Naja, oberster Kopf der größten Bank der Welt. Er kaufte sich Yachten und Autos, wenn er sie brauchte, und ließ sie stehen, wenn er sie nicht mehr brauchte. Geld? Das war für ihn so gewöhnlich, wie für die meisten Menschen dass Lufholen…

Da saßen sie, die reichen Herren – abgeschottet in ihrer Etage, umzingelt von Leibwächtern, Hundertschaften von Polizei und Spezialkräften, und aßen, und redeten. Redeten darüber welches Gewicht ihr Wort doch je hatte, was sie sich leisten konnten, dass die Gesetze für sie nicht galten, und redeten, und redeten…

Draußen indes waren Hunderte auf der Straße. Klagten gegen bittere Armut, gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Kurz, sie klagten gegen die drei Herren, alleine in ihrer Etage, geschützt von Hunderten, da sie wussten dass sie ganz alleine, verloren wären…

So stand ich da, als kleiner Narr, warf meine Bälle in die Luft, machte meinen Blödsinn, und sah herüber, zu Demonstranten, ängstlich dreinschauenden Polizisten in schwerer Montur, und hinauf zur Etage, wo drei sich stritten, wer der Mächtigste von ihnen sei. Und um mich herum? Viele lachende Gesichter – Demonstranten und Polizisten gleichermaßen – von welchen keiner mir was übles wollte. Ich musste sie nicht kaufen, sie kamen gerne. Ich musste sie auch nicht bedrohen, denn es machte ihnen Spaß mir dabei zuzusehen, wie ich meine Bälle tanzen ließ, bunt und hüpfend, im Schein der Sonne!

So bedeutungslos, und doch so schillernd…

Ein Narr bin ich, doch bin ich nicht Narr genug zu glauben dass man Macht erkaufen kann…

Altersunterschiede in Beziehungen? Ursachen für Probleme…

Zu den Dingen die man sich wünscht, stehen können – wenn ich mich hier, und auch andernorts, durch Foren und Gruppen wühle, mir die Beiträge ansehe und meine Schlüsse daraus ziehe, dann sieht es irgendwie bitter aus. So viele Menschen – unabhängig ob Mann oder Frau – die sich mit ihren Wünschen und Sehnsüchten schwer tun. Naja, in unserer Gesellschaft kann es ja nicht sein, dass man sich eben nicht an Normen hält. Unvorstellbar, wenn man mit seiner Sehnsucht aus dem Rahmen fällt…

Unvorstellbar, oder bedauerlich?

Ich würde es eher als bedauerlich bezeichnen, denn die meisten Menschen haben einen Grund, warum sie nicht zu ihren Wünschen stehen. Und genau an diese Menschen richtet sich dieser Blogeintrag…

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Humankapital, Humanressourcen – Ware Mensch?

Als Numerologe habe ich vielleicht einen anderen Blickwinkel auf die Wahl der Ausdrucksweise Aber was mir in der heutigen Zeit immer wieder auffällt, unangenehm auffällt, ist die Wortwahl von Wirtschaft und Politik. Es ist von Humankapital, von Humanressourcen, die Rede – übersetzt man diese Begriffe ins Deutsche, dann erhält man Menschengeld und Menschenmaterial! Als wäre es nicht genug dass wir bereits auf Nummern reduziert werden, wenn es um Amtsgänge geht; Wir haben unsere Steuernummer, unsere Versicherungsnummer, eine Bedarfsgemeinschaftsnummer, etc. Überall wo wir hinkommen, wird der Name zum sekundären Begriff – primär zählt die Nummer!

Denn was sind wir, in den Augen jener die von oben herab zu blicken meinen? Eben nur Material, welches man verkaufen, und mit dem man handeln kann. Eine ziemlich bittere Entwicklung, und die Folgen dieser Entwicklung zeichnen sich gerade in aller Deutlichkeit in Griechenland ab. Menschen hungern, verlieren ihre Wohnungen, können sich keine Medikamente mehr leisten und müssen sich von ihren Kindern trennen, und wofür das Ganze?

Damit den Erwartung unbekannter, anonymer Personen entsprochen wird, welche sich diese tollen Begriffe einfallen lassen: Humankapital, Humanressourcen – Ware Mensch, wie lange spielen wir noch mit??

Nacht der Ratten…

Häuserwände umgeben mich und gelegentlich höre ich leise Geräusche aus den Wohnungen dringen: Fetzen eines Streitgespräches dringen an mein Ohr. Eine Frau die hysterisch auf ihren Mann einschreit, ein Kleinkind welches weint, lustvolles Stöhnen – Nicht immer ist der Jäger auf der Suche nach Wärme, manchmal auch auf der Jagd nach Impressionen, nach den Geräuschen und Gerüchen der Nacht. Eine eigene, den meisten verborgene Realität. Rascheln am Boden, kleine glänzende Augen schauen mich schlau aus dem Dunkeln an, wollen mir sagen “Machs wie ich Mensch, versteck dich!”: Eine Ratte sucht nach Nahrung – Poltern, die Augen des Nagers wenden sich in einer Flucht ab. Auch eine Katze sucht in dieser Nacht nach Nahrung. Es ist Nacht und es sind viele Ratten unterwegs…

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Be cool…

Der Coole, der, der jede Puppe bekommt. Der, zu dem man aufschaut, weil er so hoch über den Dingen steht. Die Sonnenbrille unter den gestylten Haaren, keine Regung im wächsernen, gebräunten Gesicht. Bettelt um seiner Majestät holde Aufmerksamkeit! Kniet nieder und betet an den Gott unter vielen Göttern. Kopien und Serienfertigungen einer coolen – kalten – Weltsicht!

Ich bin nicht cool, noch nicht! Mein Herz pumpt mein Blut durch meine Adern, und es ist heisses Blut. Meine Augen weinen wenn Kinder leiden und Grausamkeiten geschehen und meine Gedanken kann ich nicht abschalten, wenn ich sehe dass etwas besser sein könnte – ebensowenig wie meinen Mund, oder meine Finger, die gerade diese Zeilen schreiben.

Nein. Ich bin ein Mensch, und wer mir begegnen will, der sollte dies der Fairness-halber auch als Mensch tun, nicht als coole Gottheit die über den Dingen steht. Denn ich habe die schlimme Angewohnheit mich echten Göttern nicht zu beugen, geschweige denn jenen, die ihre eigene Angst hinter Kälte verbergen.

Schaut euch eure Idole an – diese Coolen, die Unnahbaren, die … Einsamen deren Tränen man nicht sieht, weil sie diese alleine in ihrer dunklen Kälte weinen!

Wollt ihr wirklich so sein, oder lieber doch dass Feuer und die Leidenschaft in euren Herzen spüren, dem lodernden Pfad des Lebens folgen?

Du, Ich und der Andere…

Wir leben in einem Paradies, und lernten die Hölle darin zu sehen – aber warum? Ich bin der Meinung einer der Gründe liegt darin, dass wir es uns als Menschen oftmals selbst zu schwer machen. Ich greife meine eigene Erfahrung, und dass, was ich beobachten konnte, zurück. Viele Jahre spielte ich Rollen, setzte mir Masken auf und war im Grunde genommen weit davon entfernt ich selbst zu sein. Ich war alles Mögliche, von dem ich dachte dass es willkommen sei, nur ich selbst? Das war ich, wenn niemand hinschaute, in jenen Momenten da ich um meines Unglücks weinte…

Es bedurfte 26 Jahre der sozialen Isolation und eines Herzinfarktes damit ich begann die Situation ernsthaft zu überdenken. Darüber nachzudenken warum ich unglücklich war. Heute sage ich mir, ich spielte zu oft Rollen – wollte einer anonymen Gesellschaft gefallen, von welcher ich doch niemals ein Teil war. Was also hindert mich wirklich daran ich selbst zu sein?

Klar, ich könnte mir sagen dass meine Offenheit meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt minimiert. Aber ehrlich – welche Chancen habe ich? Keine Ausbildung, dass meiste meines Wissens und meiner Fähigkeiten autodidaktisch gelernt, nichts was ich nachweisen könnte! Chancen, die habe ich nicht, wenn ich mich hier wieder in eine Rolle zwängen lasse, die letztlich keiner von mir verlangt.

Also kann ich auch ich selbst sein. Denn damit habe ich eine Chance – da draußen sind so viele Menschen, so viele Persönlichkeiten die vielleicht nach mir suchen – inklusive all meiner vermeintlichen Schwächen und Stärken. Aber wie sollten sie mich finden, wenn ich jemand anderes bin?

Falls es dir auch so geht, dann frage dich doch einfach einmal was du zu verlieren hast, wenn du deine Rolle ablegst, und einfach nur du bist?

Statistik des Schreckens….

Ich habe da gerade eine Gegenüberstellung auf Facebook entdeckt. Sie ist recht aufschlussreich darüber, wie die Verhältnisse aussehen…

Da will ich schon gar nicht darüber meckern dass ich jetzt seit drei Wochen kein Geld mehr für Insulin, die bescheuerten zehn Euro für die Praxisgebühr, oder die Zuzahlung für meine Herz- und Kreislaufmittel mehr habe. Klar, mein Leben hängt davon ab, aber was soll ich machen?

Wenn der Monat rum ist, wird’s mir auch wieder besser gehen – anders als vielen anderen…

Quelle: www.facebook.com