Mein Gedankenlogbuch
Silentwoods – eine andere Sichtart
Vision of Life – Ein Seminar für mehr Lebensfreude?
Diesen Artikel hatte ich ursprünglich für mein Projekt okkultika.com geschrieben, aber da ich die Dinge, hinter denen ich stehe, und die Menschen von denen ich überzeugt bin, auch präsentiere und bewerbe … nun, hier mein Bericht über ein Seminar, auf welchem ich vor einigen Tagen war, und welches bereits jetzt merkliche Veränderungen in meinem Leben gebracht hat. Ich kann nur Danke sagen…
„Vision of Life“? Die ersten Gedanken, als ich davon las, waren: Was ist das? Ein weiteres Seminar in welchem man lernt wie man Karten legt, die Welt optimistischer sieht, und für ein paar Tage mit einem Grinsen im Gesicht durch die Gegend läuft? Ein weiteres Treffen ehemaliger Waldorf-Schüler, bei dem Erdbeertee aus gewaltfrei geernteten Früchten serviert würde?
Vision of Life – Die Vision des Lebens! Was mich bewog dennoch als Gast dieses Seminar zu besuchen, waren in erster Linie zwei Namen denen ich vertraue, bzw. deren Tätigkeit in meinen Augen durchaus auch kritische Auseinandersetzung mit Themen beinhaltet, mit welchen ich ebenfalls – zwangsläufig – sehr viel zu tun habe: Claudia Ruhnau, und Harry Sher…
Daheim…
Ich sitze im Dunkel und Schwärze umgibt mich, Stille schließt mich ein. Kein Halt für dass Auge, kein Trost dem Gedanken, nur mein Herz, welches leise den Takt des Lebens schlägt. Doch wenn ich die Augen schließe, dann verschwindet dass Dunkel – es weicht diesem wunderbarem Ort; satte grüne Wiesen, ewiger Frühling, Geräusche, Düfte, Leben … und ich fühle mich geborgen…
Ich bin gefangen im Dunkeln, vergessen und alleine – kein Trost der gespendet wird. Doch schließe ich die Augen, dann sind sie da: Die Freunde, die Lieben, ihre Worte und ihr Trost. Sie sind mit mir an diesem wunderbarem Ort und wir lachen gemeinsam, spüren die Nähe des Anderen und wir sind … geborgen….
Ich bin hier – sitze in der Nacht, umgeben von Wänden aus Einsamkeit und Leere und geplagt von Schweigen. Doch wenn ich meine Augen schließe, dann bin ich nicht mehr alleine. Dann bin ich an jenem Ort, welcher Erinnerungen beheimatet und Träume gebiert, und ich bin dort – in der Tiefe meines Herzens – nie alleine…
Bitterer Morgen
Ich wache auf, öffne die Augen und blicke aus dem Fenster in den vom Sonnenaufgang gefärbten Himmel. Strecke mich ein wenig, vertreibe den Schlaf aus meinen Gliedern und Muskeln, spüre dabei wie die Bettwäsche sanft über meinen Körper, meine nackte Haut gleitet. Ich drehe den Kopf zur anderen Seite. Dort liegt sie, schlafend. Ein zufriedenes Lächeln umspielt ihre wunderbaren Lippen und ihr lockiges, dunkles Haar bildet einen Rahmen um dieses wunderbare Gesicht. Ihre Augen sind noch geschlossen, bewegen sich langsam unter den Lidern und ich frage mich, was mag sie gerade Träumen?
Du, Ich und der Andere…
Wir leben in einem Paradies, und lernten die Hölle darin zu sehen – aber warum? Ich bin der Meinung einer der Gründe liegt darin, dass wir es uns als Menschen oftmals selbst zu schwer machen. Ich greife meine eigene Erfahrung, und dass, was ich beobachten konnte, zurück. Viele Jahre spielte ich Rollen, setzte mir Masken auf und war im Grunde genommen weit davon entfernt ich selbst zu sein. Ich war alles Mögliche, von dem ich dachte dass es willkommen sei, nur ich selbst? Das war ich, wenn niemand hinschaute, in jenen Momenten da ich um meines Unglücks weinte…
Es bedurfte 26 Jahre der sozialen Isolation und eines Herzinfarktes damit ich begann die Situation ernsthaft zu überdenken. Darüber nachzudenken warum ich unglücklich war. Heute sage ich mir, ich spielte zu oft Rollen – wollte einer anonymen Gesellschaft gefallen, von welcher ich doch niemals ein Teil war. Was also hindert mich wirklich daran ich selbst zu sein?
Klar, ich könnte mir sagen dass meine Offenheit meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt minimiert. Aber ehrlich – welche Chancen habe ich? Keine Ausbildung, dass meiste meines Wissens und meiner Fähigkeiten autodidaktisch gelernt, nichts was ich nachweisen könnte! Chancen, die habe ich nicht, wenn ich mich hier wieder in eine Rolle zwängen lasse, die letztlich keiner von mir verlangt.
Also kann ich auch ich selbst sein. Denn damit habe ich eine Chance – da draußen sind so viele Menschen, so viele Persönlichkeiten die vielleicht nach mir suchen – inklusive all meiner vermeintlichen Schwächen und Stärken. Aber wie sollten sie mich finden, wenn ich jemand anderes bin?
Falls es dir auch so geht, dann frage dich doch einfach einmal was du zu verlieren hast, wenn du deine Rolle ablegst, und einfach nur du bist?
