Die Weihe
Hildegard war eine Frau welche ich bis zu meinem achtzehnten Geburtstag immer nur als “Tante Hilde” kannte – sie war weder mit mir Verwandt noch in sonstiger familiärer Konstellation verbunden, sondern einfach eine gute ältere Bekannte meiner Eltern. Im Sommer nahm Tante Hilde mich immer gerne mit in die Eifel, wo sie ein Haus besaß welches sie, bevor ihr Mann sie wegen einer jüngeren hat sitzen lassen, gemeinsam mit ihm erworben hatte. Es war ein nettes Haus, alt, abgelegen und voller Gerüche die mich heute noch an Sommer, Wälder und andere Dinge denken lassen. Als ich zwölf Jahre war, begann sie damit mich in den Sommerferien dorthin mitzunehmen.Eine Abwechslung die mir immer recht willkommen war, da ich dort ungestört Kind sein durfte, was in einer Großstadt wie Köln ja nicht immer möglich ist. Im Laufe der Jahre wurde dieser sommerliche Ausflug zu einem mehrwöchigen Ritual auf welches ich mich auch als Jugendlicher und später auch als junger Mann immer wieder freute… weiterlesen… »

