Rituale zur Vorbereitung magischer Arbeiten
In diversen Esoterikforen und Seiten liest man immer wieder Warnungen vor der Nutzung von Ouijabrettern, Planchetten oder Gläserrücken. Ich möchte mich jetzt einmal als Spielverderber darstellen und warne ebenfalls vor der Nutzung dieser Dinge – jedoch nicht weil man sich auf diese Art einen unangenehmen Geist einfangen kann – das geht auch völlig ohne magische Arbeiten – sondern weil man einfach keinen Betrug ausschließen kann. Sei es nun ein Betrug seitens eines Mitarbeitenden, oder seitens des Jenseitigen. Wie im Artikel „Kann man Jenseitskontakte erzwingen“ beschrieben, sollte man immer dass Mitgeteilte gegen den gesunden Menschenverstand abwägen. Nicht jede Botschaft kann man ernst nehmen! Im Rahmen einer magischen Arbeit ist man jedoch darauf angewiesen Informationen aus der geistigen Welt zu erhalten und auch zu verstehen. Wie vorgehen?
Bei der klassischen Methode hat man ein Medium zugegen. Nun ist ein solches allerdings nicht an jeder Ecke auffindbar, also sollte man versuchen seine eigene Sensibilität durch meditative Übungen zu steigern. Dass dies nicht auf Anhieb funktioniert, sollte klar sein. Geistiges Arbeite ist niemals ein schneller Weg, sondern erfordert Ausdauer und Geduld. Wer durch magische Manipulation zu schnellen Ergebnissen kommen möchte, der ist offen gestanden auf dem falschen Dampfer. Es erfordert nicht viel, eine Übung zur Steigerung der Wahrnehmungen durchzuführen. Lediglich circa dreißig Minuten pro Tag – ich denke dass dies eine Zeit ist, welche jeder aufzubringen im Stande ist. Natürlich, je länger man trainiert, desto schneller und intensiver stellt sich auch ein Erfolg ein, allerdings dürfte es für einen Anfänger schnell frustrierend werden wenn dieser nach zwei Wochen intensiven Trainings immer noch kein brauchbares Ergebnis erfahren hat. Nicht vergessen: Magie ist ein Lebenspfad – dass bedeutet man beschreitet ihn ein Leben lang! Ob man sich dessen bewusst ist oder nicht…
Man kann sich an die Regeln von Werken wie dem des Abramelin (*) halten, oder sich darüber Gedanken machen, was Abraham von Worms da eigentlich wirklich beschreibt! Wenn man dies tut, gelangt man schnell von der Magie und Mystik des Abendlandes in die Grundlagen des chinesischen Feng Shui und anderer Praktiken. Abraham von Worms schreibt vor die „Rituale“ – um nichts anderes geht es hier – in einem speziellen Gebetsraum, dem Oratorium, durchzuführen. Dieses Oratorium sollte frei von äußeren Einflüssen gehalten werden und regelmäßig gereinigt werden. Einmal durch Gebete und ein anderes Mal durch tatsächliche Reinigung.
Dies setzt natürlich ein ausreichend großes Haus oder eine entsprechende Wohnung voraus. Hat nicht jeder, ich auch nicht – und ich kann es in diesen Tagen auch von keinem Verlangen. Es geht trotzdem, aber dafür Schritt für Schritt!
1. Der Raum
Als Räumlichkeit für die tägliche Meditationsübung sollte man sich einen Raum auswählen welcher möglichst in den persönlichen Lieblingsfarben gehalten ist. Grufties werden jetzt wohl entsetzt sein wenn ich sage, Schwarz sollte es nicht sein! Es sollten lebendige und warme Farben verwendet werden (Ocker, Gelb, Orange, Grün oder Pastelltöne – je nach Charakter und Stimmung). Man sollte auch darauf achten dass man in dem vorgesehenen Raum keine Stresssituationen erzeugt, oder Arbeiten durchführt welche zu physischer (oder psychischer, wobei physische Belastung auch automatisch zu psychischer Belastung führt – Stichwort Psychosomatik) Belastung führen. Auch sollte man starke, negative Emotionen wie Trauer oder depressive Stimmungen aus diesem Raum heraushalten.
Es sollte, um es kurz zu machen, ein Raum sein in welchem man sich wohl fühlt, in welchen man sich ungestört zurückziehen und in dem man die Seele baumeln lassen kann! Weiterhin sollte man darauf achten dass man keine Fenster, Spiegel oder Türen im Rücken hat – dies bewirkt, auch wenn es ein unbewusster Vorgang ist – ein Gefühl des ausgeliefert Seins.
2. Vorbereitungen zur Meditation
Vor einer Meditation sollte man dafür sorgen dass angenehme Gerüche in dem entsprechenden Zimmer oder Raum verteilt werden. Bei mir sind Weihrauch oder Myrrhe immer wieder gerne genommene Gerüche. Es gibt natürlich noch einen ganzen Haufen anderer Harze oder Kräutermischungen zum Räuchern, aber dies sind eben meine Favoriten – jeder sollte für sich entscheiden und erforschen welcher Geruch am besten zu ihm passt. Als unterstützende Musik kommen Basslastigere Musiktitel zur Wirkung. Ganz besonders kann ich von Jonathan Goldman „Trance Tara“ empfehlen. Setzt halbwegs brauchbare Lautsprecher mit Subwoofer voraus, aber die gibt es auch schon günstig ab 30 Euro bei Ebay.
Die Musik dient zur Begleitung – nicht dazu die Gedanken aus dem Schädel zu prügeln! Also sollte man sie auf eine angenehme Zimmerlautstärke reduzieren. Es muss im Bauch kitzeln, aber dass Trommelfell sollte nicht blutend aus dem Gehörgang hängen.
Vor der Medation sollte man sich erst einmal etwas entspannen. Das funktioniert am besten mit einem entspannenden Bad oder einer harmlosen Tätigkeit welche die Gedanken vom Alltag ablenkt. In der klassischen Magie werden rituelle Reinigungen vorgeschrieben. Leider hat die klassische Magie die unangenehme Eigenart dass dort nicht alles so ausgeschrieben wurde, wie es eigentlich gemeint ist. Eine Reinigung ist nicht nur körperlicher Natur, sondern soll vor allem Helfen den Geist vom Stress des Tages reinzuwaschen! Es nutzt nicht sehr viel blind den Worten diverser Gurus zu folgen, sich zu schrubben bis die Haut sich pellt und dann zu erwarten dass man alleine dadurch bereits gute Geister anlockt! Die Eigenschwingung des seelischen, die ist es die vor allen anderen Dingen gereinigt werden muss!
Wenn man soweit dann fertig ist, kommt der schwierigste Teil – die eigentliche Meditation!
3. Die Meditation
Ich schrieb gerade noch der schwierigste Teil, aber im Grunde genommen sollst du nur rumsitzen, auf deinen Atem achten und die Gedanken Gedanken sein lassen.
Wenn ich dir jetzt sagen würde, denke an gar nichts, würden dir automatisch X-Gedanken durch den Kopf geistern, welche sich mit Fragen befassen wie zum Beispiel „Was meint er jetzt?“ oder „Wie soll ich an gar nichts denken?“. Das Problem bei der Sache, wir sind gewohnt heute zu allem und jedem einzelne Gedanken abzufassen. Im Grunde nicht verkehrt, ist es jedoch eine Art geistigem Stresses. Du musst einfach aufhören Dinge in deinen Gedanken zu fokussieren, oder anders ausgedrückt, du musst dein Unterbewusstsein auf „Empfang“ schalten. Und das genau ist der schwierige Teil!
Für den Anfang ist es hilfreich wenn du versucht ruhig und gleichmäßig einzuatmen, wenn du nachvollziehst wie die Luft in deine Lungen strömt, dort einen Moment verharrt und dann deinen Körper wieder verlässt. Lass deine Gedanken bei deinem Atem und sonst bei nichts. Klingt bescheuert, hilft anfangs aber ungemein.
Die Meditation soll dir nicht nur helfen deinen Geist auf Empfang einzustimmen, sondern dir auch gleichzeitig noch gut tun. Also solltest du nicht mit dem Wecker rumhocken und verbissen auf dass erlösende Klingeln warten – nach dem Motte „Heute muss ich meine X Minuten schaffen“, sondern mit der Meditation aufhören, sobald du dich körperlich unwohl fühlst. Denn ab diesem Moment bringt dir die Meditation geistig rein gar nichts mehr!
Das waren im Grunde die wichtigsten Punkte. Wann du soweit bist dass dein Geist gelernt hat mehr wahrzunehmen als dies normalerweise der Fall ist, kann ich dir nicht sagen. Das liegt einzig bei dir und selbst da hast du nicht immer die völlige Kontrolle. Passt dir jetzt nicht, oder? Liegt aber daran dass wir Menschen ein Unterbewusstsein besitzen, welches in aller Regel mehr wahrnimmt als das wache Oberflächenbewusstsein. Du brauchst, wie gesagt, Ausdauer und Geduld – Der Erfolg, der zeigt sich erst mit der Zeit, eben Schritt für Schritt, wie dass meiste auf dem Pfad der Magie…
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