Die Geister des Philadelphia Experiments
Geisterjäger, also ich meine damit jetzt jene munteren Forscher auf dem Grenzgebieten der menschlichen Wahrnehmung – nicht die Figuren aus den Filmen, gehen gerne davon aus dass gewisse elektromagnetische oder elektrostatische Felder die Ursache für Geistererscheinungen darstellen. Aus diesem Grunde findet man in der Ausrüstung vieler Gruppen auch so genannten Gaussmeter, oder – wenn es etwas teurer sein soll – Triaxiale EMF Meter. Wer sich die Kosten von rund 170 $ sparen möchte, findet hier (http://my.execpc.com/~rhoadley/magmeter.htm) eine Bauanleitung für ein derartiges Gerät. Misst zwar nur Wechselfelder und man muss zusätzlich ein wenig rechnen, aber besser als gar keine Felder…
Ich verfolge einen anderen Ansatz als die meisten Geisterjäger. Mir ist zwar bekannt dass derartige Felder durchaus Einfluss auf die Wahrnehmung haben können, jedoch glaube ich dass diese Felder nicht der Auslöser für Spukphänomene sind, sondern bereits vorhandene Tendenzen zu „unheimlichen“ (ich bevorzuge unerklärlichen) Erscheinungen eher fördern. Das mag verrückt klingen, doch ich halte nicht viel von der nihilistischen Strömung, welche in der wissenschaftlichen Welt seit ca. 300 Jahren erfolgreich Einzug hält und die versucht alles was, in irgendeiner Form dass Leben als etwas dauerhaftes darzustellen, zu minimieren oder völlig lächerlich zu machen, jedoch dabei wieder auf Theorien und Ideen kommt welche dem ganzen wiederum Glaubwürdigkeit unterstellen könnten (Beispielsweise die irrationale Welt der Quanten).
Fakt ist leider dass wir – trotz all der Theorien – zu wenig über dass Wesen der Elektrizität oder magnetischer Felder wissen, um wirklich bestimmte Möglichkeiten zu negieren. Aber genug über die Wissenschaft geweint, zurück zum Thema: Geister…
Ich verfolge ja die von Spiritisten vertretene Meinung dass es neben dem organischen Körper auch noch eine „Seele“ gibt und dass diese nach dem Tod des organischen Körpers weiter existiert. Ich bin sogar, aufgrund eigener Erfahrungen, davon überzeugt – möchte aber auch verstehen wieso und warum es so zu sein scheint. Was wäre, wenn sich die Existenz tatsächlich in verschiedenen Dimensionen der abspielt und der Begriff Dimension nichts anderes beschreibt als die Grenze unserer eigenen Wahrnehmung?
Was wenn es Lebensformen, vielleicht sogar eine vollständige Evolution, außerhalb dieser Wahrnehmungen gäbe?
Eine andere Zusammensetzung von Energie, was nicht unmöglich erscheint wenn wir uns vor Augen halten dass wir selbst auch aus Energie bestehen (Materie setzt sich aus Atomen zusammen, und diese wiederum sind im Grunde kleine Teilchen in einem fast leeren Raum, also nicht wirklich so fest wie wir sie wahrnehmen), könnte sich aufgrund ihres Schwinungsverhaltens schlicht und ergreifend unserer Wahrnehmung entziehen. Dass schönste Beispiel hierfür bietet Licht im Ultravioletten Bereich: Es ist zwar vorhanden, aber in aller Regel für unsere Augen nicht wahrnehmbar, weil seine Frequenz für unsere Augen nicht mehr erfassbar ist.
Ich verfolge zwei Ansätze im Zusammenhang mit elektrmagnetischen Feldern und dem Auftreten von Geistererscheinungen. Der erste läuft darauf hinaus dass diese Felder Einfluss auf unsere Sinne (sprich auf den Sehnerv oder das Gehör) nehmen und wir dadurch eine etwas verschobene Wahrnehmung haben. Der zweite Ansatz wäre die Möglichkeit dass derartige Felder sich auf diese andere Existenz auswirken, und sie ein Stück weit – vorausgesetzt die Umstände erlauben es – in den Bereich unserer Wahrnehmung ziehen.
Wenn der erste Fall zutrifft, wird es schwierig hierzu näheres zu erfahren, denn es würde bedeuten dass man direkte Versuche mit Menschen machen müsste. Was ich angesichts der vermutlich mutagenen Wirkung elektrischer Felder ablehnen muss. Trifft der zweite Fall zu, so würde sich ein Forschungsfeld eröffnen, welches vielleicht Brücken zwischen den verschiedenen Formen der Existenz schlagen würde…
Wenn die Geschichten um das so genannte Philadelphia Experiment nicht völlig erstunken und erlogen sind, könnte der Verdacht entstehen dass man 1943 – wenn auch unbeabsichtigt – einen Weg gefunden hat Materie von einer Daseinsform in eine andere zu transferieren, was vielleicht auch die angebliche Verschmelzung von menschlichen Körpern mit dem Schiff erklären würde. Was die von Kritikern gerne angestellte Vermutung über den Grund für die Beendigung der Experimente betrifft, wenn dem so war, dass sich das Schiff kurze Zeit in einer fremden Existenzebene befunden hat, ist fraglich welche Eindrücke möglicher Existenzen den Betroffenen dort begegnet sein könnten, so dass ein militärischer Nutzen gegenüber möglicher Gefahren unterlag…
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