Silentwoods Mystery-Blog

Zugang zur Welt der Mysterien und Geheimnise

Kategorie: Erzählungen

Liebesspiel. Wenn Schatten tanzen…

Er blickte aus dem Fenster, sah hinüber zu dem anderen Fenster – Licht brannte darin und eine Silhouette zeichnete sich gegen dass Licht ab. Da stand sie, der Traum dem er nachhing. Sein Blick wanderte, schon nahezu voyeuristisch, über ihre Rundungen – nur ein Schatten gegen das herunter gezogene Stoff-Rollo, nur eine flache Abbildung ihrer wahren Pracht. Er wagte nicht ihr zu sagen was er dachte und empfand, schließlich hätte sie seine Tochter sein können, so jung war sie. So geschah es dass er sich mit heimlichen Blicken begnügte, seinen Träumen nachhing statt sie anzusprechen, ihr vielleicht näher zu kommen. Er war erst Mitte vierzig, stand in der Blüte seines Lebens – aber er war bereits seit sechs Jahren alleine, nachdem seine Frau sich von ihm getrennt und die Einsamkeit hatte Spuren in seiner Seele hinterlassen. Das hatte ihn älter werden lassen. weiterlesen… »

Schlaflosigkeit – Wenn Stunden zur Folter werden

Es ist spät, für mich später als für die meisten anderen. Mein Tag begann am Montag und ich weiß noch nicht wann er enden wird. Vermutlich Morgen oder spätestens übermorgen – vielleicht auch noch später. Im Abstand von circa zweieinhalb Wochen – +/- 3 Tage – habe ich immer dieses Problem das ich eine längere Wachphase durchlebe. An solchen Tagen lege ich mich gegen Abend meistens eine halbe Stunde hin und versuche mich durch Atem und Konzentrationsübungen zu entspannen und wenigstens ein wenig Regeneration zu erfahren. weiterlesen… »

Herbst. Und der Winter bleibt fern…

Ich blicke in die Gesichter, sehe in den Spiegeln der Seelen Sehnsüchte und Ängste – zarte Knospen unausgesprochener Wünsche welche sich bleiern auf das Gemüt des jeweiligen Trägers legen. Wünsche welche sich in Verlangen verwandeln können und die Angst vor Verletzung, das der Schmetterling Flügel aus Klingen bereithalten und das schöne Gesicht der Hoffnung zerschneiden könnte… weiterlesen… »

Uhrwerk Leben

Beim beobachten einer Uhr, kam mir in den Sinn, wie der Mensch so durch das Leben geht. Den Blick immer auf die Uhr gerichtet, Sklave seiner Erfindungen – heute oft unfähig Pause zu machen, sich zu besinnen. Die Zeit fließt nicht mehr, sie dreht sich im Kreise. Alltägliches Einerlei, geschaffen Wünsche und Träume zu hegen, verhindert das wir diese Träume auch mal Leben. Der Zeiger bewegt sich, eine simple Mechanik die ihn treibt. Es klickt und tickt – Geräusche des vorbeirauschenden Lebens…

Tick Tack – die Zeit verrinnt
Tick Tack – Mann wird wieder Kind
Tick Tack – Asche wird zu Staub
und von den Bäumen fällt totes Laub

Tick Tack – des Lebens Lauf
Tick Tack – ihn hält keiner auf
Tick Tack – willkommen zur Fahrt
mal Lustig doch auch mal hart

Tick Tack – so gehen die Stunden
Tick Tack – Zeiger drehen Runden
Tick Tack – der Kreis aus Leben
wird keine Fehler vergeben

Tick Tack – So Stund um Stund
Tick Tack – Kreisgefangen, immer Rund
Tick Tack – das Echo im Dunkeln
Hörst du die Geister munkeln?

Tick Tack – der Kreis wird Enger
Tick Tack – es naht ein dunkler Fänger
Tick – er hat die Sense dir geschliffen
das Tack, das hat er sich gegriffen

Der Alte

Vor langer Zeit, in welcher die alten Legenden noch lebendig waren, lebte in einer heute unbekannten und vergessenen Stadt ein alter Mann. Er war einsam und hatte niemandem mit dem er Reden konnte, dem er seine Sorgen oder Wünsche anvertrauen wollte. Die Jugend hatte andere Dinge im Kopf, verlangte danach eigene Fehler zu machen und Erfahrungen zu sammeln. Seine Söhne waren fort, in die Welt gezogen auf der Suche nach Ruhm, Reichtum und Liebe. Der Alte war alleine, und so saß er jeden Abend auf dem Dach seines kleinen Hauses, schaute Tagsüber in die Bereiche der Stadt, welche er von dort einsehen konnte, und blickte Abends in den Sternübersäten Himmel, gefangen in sentimentaler Erinnerung: Honigsüß und bitter zugleich, denn was ist die süßeste Erinnerung wert, wenn man sie mit niemandem teilen kann? Schätze mögen Macht verleihen, aber auch nur dann, wenn es andere gibt die den Wert eines Schatzes zu würdigen wissen. So ist es auch mit den Erfahrungen eines Lebens… weiterlesen… »

Glaubst du an Magie?

Glaubst du an Magie? Ich für meinen Teil tue es. Es liegt Magie in der Luft, in jedem Moment den wir leben umgibt sie uns und verzaubert uns. Es ist Magie die das Gegenüber schöner scheinen lässt als es im Grunde ist, es Magie die uns ein Lächeln schenkt, die dafür sorgt dass das Herz schneller in der Brust schlägt und es ist die gleiche Magie die uns glauben lässt das wir fliegen könnten – hoch oben, im Himmel. Ja, ich glaube an die Magie die uns alle bezaubern kann! weiterlesen… »

Die Hexe

Jedes Geräusch das durch die kalten und feuchten Gewölbe klang, lies sie erneut zittern. Geräusche bedeuteten in dieser Welt der Schatten und Schreien kommenden Schmerz und Verzweiflung. Sie wälzte sich, von Furcht und Kälte erfüllt auf ihrem Lager aus nassem Stroh zur Wand hin. Es war kalt im Winter des Jahres 1463, aber die Kälte alleine war nicht das schlimmste. Viel schlimmer waren die Demütigungen und die Folter die sie ertragen musste. Es war vier Tage her als die Männer mit den Waffen und die Priester die Türe zu ihrer kleinen Hütte im Wald aufgebrochen und sie unter Schlägen und Tritten nach draußen befördert hatten. Es war einer der ruhigen, besinnlichen Momente – sie saß auf ihren ungeschlachten Möbeln und lauschte dem Wispern des Windes. Hörte zu wie er durch die Bäume brach und um ihre Hütte spielte als sie sie holen kamen. Sie war hilflos als sie ihr Haus anzündeten und sie war immer noch hilflos als sie sie gefesselt vor den hohen Mann brachten. Nun lag sie hier, auf einer dünnen und dreckigen Strohschicht, gedemütigt und gefoltert – ohne Hoffnungen… weiterlesen… »

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